Sitzung: 30.11.2022 WBD/009/2022
Beschluss: beschlossen
Abstimmung: Ja: 10, Nein: 1, Enthaltung: 2, Befangen: 0
Vorlage: 1522/22
Dem Geschäftsführer der SWE Stadtwerke Erfurt
GmbH, Herrn Zaiß, wurde einvernehmlich das Rederecht erteilt.
Herr Waßmann,
Fraktion CDU, fragte nach, inwieweit das 49 Euro- Ticket Auswirkungen auf den
Wirtschaftsplan hat. Herr Zaiß erklärte, dass der Wirtschaftsplan ohne dem 49
Euro Ticket aufgestellt wurde. Strittiger Punkt wird sein, wie die
Erlösaufteilung an die EVAG sein wird, wenn das Ticket im Mobilitätszentrum
Erfurt oder bei der Deutschen Bahn am Bahnhof gekauft wird.
Herr Pfistner,
Fraktion CDU, hält die Mittelabführung von 1 Mio. EUR an die Landeshauptstadt
Erfurt für einen großen Fehler. Die Landeshauptstadt Erfurt hat der SWE
Stadtwerke Erfurt GmbH viele Aufgaben übertragen, hier ist es an der Zeit, dass
jeder erwirtschaftete Euro auch im Unternehmen bleibt. Es müssen Sicherheiten
da sein, da es immer ungewiss ist, was bei Zahlungsausfällen zu erwarten ist. Somit
muss es auch aufhören, dass zusätzliche Aufgaben von der SWE Stadtwerke Erfurt
GmbH wahrgenommen werden, so Herr Pfistner. Deshalb stellte Herr Pfistner
folgenden Antrag: "Die Abführung an die Landeshauptstadt Erfurt in Höhe
von 1 Mio. EUR verbleibt im Konzern SWE und soll dort für Rücklagen oder
sonstigen Investitionen genutzt werden."
Herr Linnert,
Beigeordneter für Finanzen, Wirtschaft und Digitalisierung, sprach sich gegen
den Antrag von Herrn Pfistner aus.
Durch Herrn Zaiß
wurde die Nachfrage von Frau Stange, Fraktion DIE LINKE., bestätigt, dass wenn
eine Anpassung des Wirtschaftsplanes hinsichtlich des 49 Euro Tickets erfolgt,
dies dem Ausschuss vorgelegt wird.
Herr Vothknecht,
Fraktion CDU, bat um eine Aussage wie die Verluste der Jahresergebnisse ab dem
Jahr 2025 ausgeglichen werden sollen. Maßgeblich für diese Entwicklung sind die
aktuellen Energiepreise, so Herr Zaiß. Wenn die SWE Stadtwerke Erfurt GmbH die
Verluste nicht mehr leisten kann, wird die EVAG ihre Fahrpreise im
Fahrverkehrsbund Mittelthüringen anpassen müssen bzw. muss gemeinsam mit der
Landeshauptstadt Erfurt entschieden werden, wie das Leistungsangebot der SWE
Stadtwerke Erfurt GmbH überarbeitet werden muss.
Herr Möller, Fraktion
AfD, schloss sich dem Antrag von Herrn Pfistner an und beantragte die
Streichung der Auszahlung von der SWE Stadtwerke Erfurt GmbH an den städtischen
Haushalt für die Jahre 2023, 2024 und 2025.
Gegen die Anträge von
Herrn Pfistner und Herrn Möller, sprach sich Herr Kürth, Fraktion SPD, aus, da
diese Abführung u. a. auch eine Notwendigkeit ist, den gesellschaftlichen
Zusammenhalt in den nächsten Jahren zu ermöglichen. Ebenso äußerte sich Herr
Kürth zur Investition einer Geothermieanlage.
Herr Vothknecht bat
festzuhalten, dass wenn das 49 Euro Ticket sich nicht hält, da es zu viel Geld
verschlingt, am Ende das Projekt durch die Kommune weitergeführt und finanziert
werden muss.
Herr Stampf, Fraktion
FFP, führte dahingehend aus, wenn die SWE Stadtwerke Erfurt GmbH die 1 Mio. EUR
nicht abführen könnte, hätte Herr Zaiß bereits darüber informiert. In Bezug auf
die Investitionen bzw. dem Kauf der Straßenbahnen verwies Herr Stampf auf den
Überschuss von 11,7 Mio. EUR der für die Straßenbahnen vorgesehen ist. Er
plädierte dafür, dass der Wirtschaftsplan 2023 in der vorliegenden Fassung
beschlossen werden soll.
Im Anschluss wurde
durch Herrn Präger, Ausschussvorsitzender, die Anträge von Herrn Möller und
Herrn Pfistner zur Abstimmung gestellt.
Der Antrag von Herrn
Möller wurde mit 3 Stimmen dafür und 10 Stimmen dagegen abgelehnt.
Der Antrag von Herrn
Pfistner wurde mit 3 Stimmen dafür, 8 Stimmen dagegen und 2 Enthaltungen
abgelehnt.
Am Ende wurde die Drucksache zur Abstimmung
gestellt.
