Der Ortsteilbürgermeister von Kerspleben führte zur Problematik aus. Er informierte, dass auf den Feldern keine brütenden Vögel mehr zu sehen sind. Mit einem Schlag sei alles tot. Sogar Feldwege seien mit Glyphosat besprüht worden.
Er war mit der Stellungnahme der Verwaltung nicht einverstanden und kritisierte, dass die Stadt nichts dagegen unternimmt.
Die Bürger von Kerspleben sind absolut dagegen, dass alles mit Glyphosat besprüht wird. Früher wurden die Felder im Februar in Ruhe gelassen, gerade wegen der vielen brütenden Vögel. Man sieht ständig die Landmaschinen auf den Feldern und die Vogelnester der Lerchen wären alle weg. Es sei absolut unverständlich wie man hier mit der Natur umginge.
Der Ausschussvorsitzende Herr Dr. Warweg, Fraktion SPD, teilte durchaus die Meinung vom Ortsteilbürgermeister, gab diesem aber zu verstehen, dass die Stadt Erfurt hier leider keine Handhabe hätte, sondern dass hier das Landwirtschaftsamt zuständig ist.
Der Ortsteilbürgermeister entgegnete, dass die Feldwege der Stadt gehören.
Herr Dr. Warweg erfragte bei den anwesenden Mitarbeitern des Garten- und Friedhofsamtes die Handlungsmöglichkeiten der Stadt. Seitens eines Mitarbeiters des Garten- und Friedhofsamtes wurde zugesichert, die Möglichkeiten zu prüfen.
Herr Kallenbach, Fraktion CDU, konnte nachvollziehen, dass die Bürger von Kerspleben die Stellungnahme und derzeitige Situation nicht befriedigend fanden. Er schlug vor, dass sich das Garten- und Friedhofsamt nochmal mit dem Ortsteilbürgermeister zusammensetzt und eventuell auch gemeinsam schriftlich an das Landwirtschaftsamt heranzutreten. Dieser Möglichkeit der weiteren Vorgehensweise wurde durch einen Mitarbeiter des Garten- und Friedhofsamtes zugestimmt.
Herr Kanngießer, Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN betonte auch, dass die Feldwege der Stadt gehören und diese durchaus Möglichkeiten hätte, dies zu verhindern.
Herr Staufenbiel, Fraktion CDU, kannte die Problematik aus dem Ortsteil Dittelstedt und schlug dem Ortsteilbürgermeister von Kerspleben vor, hier mit der Verwaltung zusammenzuarbeiten. In Dittelstedt ist man hier gemeinsam an möglichen Lösungen dran.
Weitere Wortmeldungen gab es nicht. Die Drucksache wurde
